Manchmal wird man erhört: Ehssan Dariani geht

Matias Roskos
12. März 2007, 22:22 Uhr, 5 Reaktionen
Kategorie: Web 2.0

Was lese ich da gerade voll Verwunderung auf Heise.de? “Mitgründer Ehssan Dariani ist ab sofort nicht mehr am operativen Geschäft beteiligt, sondern will sein “Know-How und seine Erfahrung im Aufbau von Unternehmen und Start-Ups nun als Berater, Mentor und Business-Angel zur Verfügung stellen”, wie es offiziell heißt. Zudem soll er dem Unternehmen in Zukunft als Aufsichtsrat zur Seite stehen. Doch vorher muss das Unternehmen seine Rechtsform ändern.

Klar. Er wird NICHT rausgekanntet. Warum auch. Guter Mann! Er wird sich neuen Gebieten zuwenden. Ich wünsche dir, Ehssan – und das meine ich tatsächlich ernst – alles Gute in der Zukunft. Ich denke, du hast einiges gelernt in den vergangenen Monaten. Frauen sind keine Chicks, das Spiel mit Nazisymbolen ist nicht witzig und eine Community sollte man ernst nehmen, wenn man selbst ernst genommen werden will.

Aber manchmal frage ich mich schon, warum man erst so spät erhört wird… Siehe unter anderem meinen Eintrag vom 26. November 2006.

Warum mich das Thema so beschäftigt hat und noch immer beschäftigt? Weil ich seit Jahren mit einer Community arbeite. Und mit dieser noch viel vorhabe. Und mir das Herz blutet, wenn andere Communitys nicht so geführt werden, wie sie es verdient haben. Wenn man fahrlässig mit Bereichen wie Datenschutz, Kundenbetreuung und Führungsstil sowie Vorbildfunktion (auch wenn man die vielleicht gar nicht will) umgeht bzw. umging. Darum interessiert mich das Thema!


Über den Autor

Matias Roskos
2708 Beiträge

Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er noch Inhaber von Deutschlands erster Community- und Crowdsourcing-Agentur VOdA. Als Crowdsourcing-Evangelist beschäftigt er sich als Redner und Autor mit dem Thema Open Innovation, Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien. Er schreibt für diverse andere Webprojekte und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de

5 Reaktionen

  1. [...] Matthias Roskos von VO Pixeltown auf seinem Blog: “Und mir das Herz blutet, wenn andere Communitys nicht so geführt werden, wie sie es verdient haben. Wenn man fahrlässig mit Bereichen wie Datenschutz, Kundenbetreuung und Führungsstil sowie Vorbildfunktion (auch wenn man die vielleicht gar nicht will) umgeht bzw. umging.” [...]

  2. [...] Danke, Jan Tißler, für die Einrichtung des ersten mir bekannten Web-2.0-Ruheraums. Kein Datenkäfig, keine Kommentare, keine Trackbacks, kein Networking, kein Gegruschel mehr. Einfach Ruhe: Die Beta von “AlleinR” macht’s möglich. Ganz allein? Man munkelt, es sei dort schon ein “Prominenter auf der Flucht” gesichtet worden. ;-) [...]

  3. Kommentar von thbl
    25. März 2007, 16:15 Uhr

    Der eigene Beitrag, auf den du dich beziehst, ist vom 26. November 2006 :)

  4. Kommentar von Matias
    25. März 2007, 19:21 Uhr

    Arrggg. Danke für den Hinweis. Ist geändert.

  5. [...] Ich frage mich, wie das morgendliche Brainstorming bei StudiVZ aussieht. Sitzt man da bei einer gemütlichen Tasse Kaffee und einer wirft in den Raum: “Ey, wir brauchen ein neues Fettnäpfchen. Sowas zum richtig auffallen. Wo sich möglichst viele drüber aufregen können! Mist, der ED is ja nicht mehr da. Der hatte immer so tolle Einfälle. Sowas mit Nazizeitungen und Klovideos und so.” Und dann die Antwort: “Aber unsere Ekelvideos waren doch auch nicht schlecht, oder?” “Stimmt, die waren cooooool. Viel cooler als Jack Ass es je war. Geil geil geil. Und die doofen Blogger regen sich immer wieder so herrlich über uns auf. Aber wir brauchen schnell was Neues. Um im Gespräch zu bleiben.” “Haste schon mal von AAL gehört?” “Aal – iiigitt. Ick ess doch keinen Fisch! Weißte doch.” [AAL = Andere Arbeiten Lassen] So oder so ähnlich stell ich mir das vor. Und dann kommt sowas dabei heraus: Bestes Online- oder Crossmedia-Werbekonzept gesucht Die Portale Handelsblatt.com, StudiVZ.net, wiwo.de und Zeit online schreiben in einer gemeinsamen Aktion einen Ideenwettbewerb für (Web-) Designprofis und -studenten aus. Der Wettbewerb soll dazu beitragen, Studenten mit guten und innovativen Werbeideen zu fördern und ihnen eine Plattform für ihre Ideen zu bieten. [...]

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