ConnectedMarketing von Martin Oetting gehört zu den Blogs, auf denen es für mich immer wieder sehr interessante Gedankenansätze gibt. Die meisten Blogs haben Informations- und Unterhaltungscharakter (was total okay ist). Einige wenige andere, ANDERS|denken von Hannes Treichl zum Beispiel oder eben auch ConnectedMarketing regen zum Nachdenken an, geben Gedankenanstöße. So auch bei dem aktuellen Beitrag zum EuroBlog-Votrag von Ansgar Zerfaß.
Martin Oetting berichtet dort kurz und dennoch ungemein interessant und inspirierend über die Gedankengänge von Ansgar Zerfaß: “Prof. Zerfaß spricht über die Theorien hinter den Veränderungen, versucht die Strukturen zu vermitteln, die helfen können, sich in den Entwicklungen zurecht zu finden. … Technische Möglichkeiten wie Weblogs und Content Management Systeme, Handies oder andere Geräte werden sehr einfach nutzbar. In neuen Communities entstehen kooperative Kompetenzen, weil Leute plötzlich in neuen Netzwerken zusammen arbeiten (auch das sind Strukturen!) und sich damit identifizieren, und nicht mehr mit den Milieus, zu denen man sich früher vielleicht zugeordnet hätte.” Stimmt. So habe ich es noch nicht (oder nur unbewusst) gesehen. Aber die Leute suchen sich im Netz neue Strukturen. Sie finden eine Heimat in Communitys, in Netzwerken. Dort treffen sie Gleichgesinnte. Und wenn sie mit ihnen zusammen aktiv etwas gestalten können, dann bleiben sie und fühlen sich wohl. Diese Erfahrung haben wir mit unseren Communitysourcing-Aktionen auch schon gemacht. Die Kreativen bei uns lieben es. Und wir arbeiten gerade an neuen Konzepten, wie wir das noch viel stärker ausbauen können. Bisher gab es nur Contests. Es gilt nun neue Wege zu finden, damit die Community, die Kreativen auch gemeinsam, nicht ausschließlich im Wettstreit gegeneinander, kreative Lösungen entwickeln. Womöglich zum Teil sogar in der “echten”, der Offline-Welt. Wir sind dran an diesem Thema. Und es wird wohl schon bald einige Neuigkeiten geben rund um VisualOrgasm und Crowdsourcing bei uns.
Weiter schreibt Martin Oetting bezugnehmend auf Ansgar Zerfaß:
“Junge Leute werden heute nicht mehr als Empfänger von Media-Content sozialisiert, sondern als Sender von mobilem Content. PR und Marketing haben sich mit diesem fundamentalen Wandel aber noch überhaupt nicht genug auseinander gesetzt. Und damit entgleitet ihnen letztlich der Kontakt zu ihren Bezugsgruppen. Je mehr junge Leute in das relevante Alter hineinwachsen, desto dringender wird nötig, dass Unternehmen verstehen lernen, dass man diese Leute nicht mehr durch Sender-Empfänger-Ansätze ansprechen kann. Wer gewohnt ist, dauernd online zu sein und dauernd Content zu produzieren, zu vermischen, neu zu arrangieren, der hat wenig Interesse, einem Unternehmen passiv bei der Werbeselbstbeweihräucherung zuzuhören.” Genau DAS sind die Argumente, die wir derzeit unter anderem auch ins Feld führen. Die Menschen, die unsere Community ausmachen, wollen nicht mehr nur berieselt werden mit Markenbotschaften. Sie wollen und sie werden selbst aktiv sein. Und sie sind bereit und haben Spaß daran kreative Lösungen zu finden, die den Unternehmen die Chance geben in direkten Kontakt mit den Menschen zu treten. Kommunikation Dank Crowdsourcing. Mundpropaganda Dank Menschen die mitmachen und sich identifizieren können. Weil man ihnen erlaubt eigene Ideen einzubringen und Ergebnisse mit zu gestalten. Und wir merken: immer mehr Unternehmen hören immer aufmerksamer zu. Wir auf VisualOrgasm jedenfalls werden nicht locker lassen, wohl wissend, das wir erst ganz am Anfang stehen. Aber wir freuen uns auf die Zukunft!
Nachtrag: Aktuell findet bei uns ein neuer Pixelhaus-Contest statt für Agent.renommee.net. Und außerdem suchen wir ein Team für VisualOrgasm.TV. Wir wollen in den Bewegtbild-Markt eindringen.






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