Josh Catone schreibt langen Artikel über Crowdsourcing

Matias Roskos
23. März 2007, 08:44 Uhr, 0 Reaktionen
Kategorie: Open Innovation

Nun entdeckt auch Read/Write Web das Thema Crowdsourcing. Unter dem Slogan “A Million Heads is Better than One” wird ein erfreulich positives Bild von den Möglichkeiten und Vorteilen von Crowdsourcing gezeichnet. Ein bisschen zu kurz kommt mir dabei zwar das Thema Mundpropaganda. Denn aus meiner Sicht geht es nicht nur darum Ideen zu generieren und neue Produkte und Designs zu entwickeln. Und ob es sinnvoll ist Organisations-Projekte wie Google oder Digg unter Crowdsourcing laufen zu lassen, möchte ich bezweifeln. Aber: egal.

Das Fazit gefällt mir (in fast allen Punkten): “But can crowdsourcing be successful at creating products, predicting markets, or organizing data? In a post about crowdsourcing on my personal blog (which inspired this post), I came up with the following rules to help assure success in tapping the wisdom of crowds:

  1. Crowds should operate within constraints. To harness the collective intelligence of crowds, there need to be rules in place to maintain order.
  2. Not everything can be democratic. Sometimes a decision needs to be made, and having a core team (or single person) make the ultimate decision can provide the guidance necessary to get things done and prevent crazy ideas and groupthink from wreaking havoc on your product.
  3. Crowds must retain their individuality. Encourage your group to disagree, and try not to let any members of the group disproportionately influence the rest.
  4. Crowds are better at vetting content than creating it. It is important to note that in most of the above projects, the group merely votes on the final product; they do not actually create it (even at Cambrian House, where the group collaborates to create the product, individuals are still creating each piece on their own and the group votes on whose implementation of an idea is best).”

Nur mit Punkt 4 kann ich mich nur bedingt einverstanden erklären. Er hat bei den meisten Projekten Recht mit dieser Feststellung. Aber wenn man die richtige Community in der Hinterhand hat (so wie wir bei VisualOrgasm), dann kann man diesem Punkt nicht so einfach zustimmen. Aber es hängt halt von der konkreten Community ab, mit der man arbeiten möchte.
Aber Punkt 1 bis 3 kann ich eindeutig zustimmen. Und: ja – sie sind sogar elementar wichtig. Die Community braucht eine gute, ehrliche, ambitionierte Führung, die mit viel Fingerspitzengefühl agiert. Und sie muss zu jedem Zeitpunkt fair und offen behandelt werden. Diesen Balanceakt zu finden aus möglichst viel kreative Freiheit für alle Beteiligten und der Vermeidung von destruktivem Chaos – das ist eine Kunst, die nur wenige beherrschen.


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Über den Autor

Matias Roskos
2708 Beiträge

Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er noch Inhaber von Deutschlands erster Community- und Crowdsourcing-Agentur VOdA. Als Crowdsourcing-Evangelist beschäftigt er sich als Redner und Autor mit dem Thema Open Innovation, Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien. Er schreibt für diverse andere Webprojekte und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de

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