Nachdem ich gestern schon auf Read/Write Web ein paar sehr interessante und am Ende auch logische Gedankengänge über die Zukunftsperspektiven von Google und Microsoft gelesen hatte, kam heute passend dazu über Golem dazu eine passende Meldung: “Microsoft schielt auf Grafik-Designer”. Darin heißt es: “Mit dem Softwarepaket Expression Studio will Microsoft vor allem Grafikanwender und HTML-Designer für sich gewinnen. Die Programmsammlung enthält einen Webeditor, ein Programm zur Bearbeitung von Vektor- und Bitmap-Grafiken, ein Animationswerkzeug nach Flash-Manier und eine Datenverwaltungsapplikation.” Im Zusammenspiel mit den Ideen von John Milan auf Read/Write Web, wo es heißt: “Indeed, Microsoft is already encroaching at each potential feeding ground. Google offers Earth, Microsoft offers Virtual Earth. Google offers AdWords, Microsoft offers AdCenter. Google offers documents and spreadsheets, Microsoft offers Office Live. Google invests heavily in Firefox, Microsoft shakes the dust off Internet Explorer. Google has built its momentum by brilliantly exploiting the web. While Microsoft just seeks to match them, they have a fighting chance. But what happens when Microsoft takes the battle to the next level and introduces a smarter, portable virtual machine that unifies the development experience for PCs and mobile devices? Google answers with… what?”
Das passt zu meinen Zukunftsphantasien vom Zusammengehen der diversen Medienkanäle wie TV, Internet, Spielekonsolen und Handys: “Blick in die Zukunft: Longtail-TV“.
Und dann vor allem weiter: “For something a little more snazzy, and just a bit more affordable, they could make an even bigger splash and buy Adobe. It’s all funny money for Google at this point and buying Adobe would give them fabulous software assets in PDF, Flash and Photoshop – three pivotal areas of the web, and markets Microsoft has been unable to capture. Furthermore, Adobe’s ambitious Apollo project could become a crown jewel, too. Finally, Adobe is just up the creek from Mountain View.”
Das klingt irgendwie logisch. Da ist es wohl nur eine Frage der Zeit bis die große Schlacht um Adobe losgeht. Beide, Google wie auch Microsoft, haben geschlafen, als Adobe sich Macromedia einverleibte. Hätte einer von beiden damals Macromedia gekauft, hätten sie mit Flash, Fireworks und Dreamweaver schon jetzt ein bärenstarkes Softwarepaket im eigenen Portfolio. Wir dürfen gespannt sein, wie es weiter geht in der Schlacht der Giganten. Vielleicht greißt mit Yahoo oder AOL ja sogar noch ein anderer Player in diesen Kampf mit ein.






Eine Reaktion
02. März 2007, 20:39 Uhr
[...] Es wird ja langsam Zeit. Schon im Dezember hatte ich darüber berichtet, dass Microsoft und Google Adobes Kernbereich – Grafiksoftware – massiv angreifen und gerade mit Online-Applikationen versuchen Adobe Kunden abspenstig zu machen. Ich hatte ja eher damit gerechnet, dass Google, Microsoft oder sogar Yahoo die Fühler nach Adobe ausstrecken und versuchen sich die in Sachen Internet sicherlich interessanteste Softwareschmiede zu schnappen, zu der ja bekanntlich nicht nur Photoshop, sondern auch Flash, Fireworks, Dreamweaver und andere Markenprodukte gehören, die auf kaum einem Rechner eines Webdesigners fehlen. [...]