Frank Ristau schreibt auf seinem Blog: “Wie Internet.com berichtet kam heraus, dass der Begriff Web 2.0 bei den Deutschen weitgehend unbekannt ist. Nur magere 6 Prozent der Befragten gaben an, den Begriff überhaupt zu kennen. Und auch bei ihnen scheint Unklarheit darüber zu bestehen, was sich hinter Web 2.0 verbirgt. Ein Umstand, der wohl auch mit der umfangreichen aber “schwammigen” Definition des Begriffs Web 2.0 zu erklären ist.Auch die Aussagen zu den Nutzergruppen von Weblogs sind interessant: Lediglich 3 Prozent der Internetnutzer betreiben ein Weblog, 9 Prozent lesen regelmäßig Weblogs, 14 Prozent nutzen Podcast-Angebote und 16 Prozent sind Mitglied einer Community.”
Das mag richtig sein, aber ist diese Reduktion auf Zahlen aus Umfragen recht einseitig aus meiner Sicht. Denn ist es überhaupt wichtig, dass die Leute etwas mit dem Begriff “Web 2.0″ anfangen können? Nein, ist es nicht. Die Begrifflichkeit ist unwichtig. Aber entscheidend ist, das die User die neuen technischen Möglichkeiten nutzen und mit Leben erfüllen. Und das tun sie. Mal abgesehen von Blogs, die an Zahl und Bedeutung durchaus zunehmen. Viel wichtiger sind aus meiner Sicht die vielfältigen Möglichkeiten, die sich auf Portalen, Shopping-Projekten, Video-Communitys und anderen Seiten bieten. Die User bewerten, kommentieren, laden selbst Filme und Bilder hoch, taggen, geben selbst Tipps, helfen sich gegenseitig. DAS ist das Entscheidende. Und es ist gut so. Und diese Entwicklung wird schnell voranschreiten. Das Netz, die ganze mediale Welt verändert sich. Der Einfluss der Menschen nimmt zu. Ob nun mit oder ohne dem Begriff “Web 2.0″.






Eine Reaktion
05. November 2006, 15:10 Uhr
Einerseits frustrierend wie wenig Menschen mit den Begrifflichkeiten etwas anfangen können. Ich meine, wenn man sich den englischsprachigen Raum anschaut, dann fragt man sich schon, warum man überhaupt einen deutschen Blog betreibt.
Andererseits hast du Recht damit, dass die Leute Web 2.0 Angebote nutzen. Da ist die Tendenz steigend, was erfreulich ist. “Normale” Benutzer brauchen wohl etwas mehr Zeit um neue Technologien anzunehmen.
Gruß Michael