Und es hört nicht auf: nun Datenleck bei StudiVZ aufgedeckt

Matias Roskos
21. November 2006, 21:10 Uhr, 2 Reaktionen
Kategorie: Web 2.0

Was soll ich sagen? Jeden zweiten Tag gibt es eine neue Hiobsbotschaft über das Studentennetzwerk StudiVZ. So langsam fangen sie an mir leid zu tun. Aber kann Ehssan Dariani einem leid tun? Eigentlich nicht, wenn man seine zahlreichen arroganten Blogeinträge und Videos betrachtet.

Auf jeden Fall ist es ganz offensichtlich so, dass es eine Privatsphäre bei StudiVZ zu keiner Zeit wirklich gegeben hat. Heise online schreibt dazu heute: “…lassen sich auch die explizit als nicht öffentlich gekennzeichneten Profildaten der StudiVZ-Mitglieder abrufen. Es genügt eine leichte Änderung der URL des gesperrten Profils, um auf Freundeslisten, Gästebücher und andere Daten zugreifen. Bei eigenen Tests konnte heise online diese Sicherheitslücke bestätigen; es wird lediglich ein StudiVZ-Account benötigt, um auf die Daten zuzugreifen.

Alles klar. Vielen Studenten mag das egal sein. Fair ist es von Seiten von StudiVZ aber in keinster Weise. Damit steht Datenklau Tür und Tor offen.

Wer das Ganze weiter verfolgen möchte, dem empfehle ich neben dem Heise-Artikel die Blogbeiträge in Don Alphonso’s Blogbar und das Blog von Jörg-Olaf Schäfers.

Das erstaunliche sind nicht die Pannen und Lücken an sich, sondern dass darauf offensichtlich nicht reagiert wurde. Denn bekannt sind sie schon seit längerem, wie hier zu lesen ist. Man man man. Was tut man bei StudiVZ? Außer das eigene StudiVZ-Blog von der Startseite zu nehmen, damit möglichst wenig Studenten mitbekommen, wie im Prinzip überhaupt nicht ihre Daten geschützt sind. Drüber nachdenken, wie man gegenüber den Käufern von Facebook am besten so tut als wär alles prima und fein? Anstatt offen mit den Leuten zu reden, die StudiVZ zeigen, wo überall Fehler gemacht wurden? Internet bedeutet Kommunikation!!! Nicht klotzen und abkassieren.


Über den Autor

Matias Roskos
2708 Beiträge

Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er noch Inhaber von Deutschlands erster Community- und Crowdsourcing-Agentur VOdA. Als Crowdsourcing-Evangelist beschäftigt er sich als Redner und Autor mit dem Thema Open Innovation, Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien. Er schreibt für diverse andere Webprojekte und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de

2 Reaktionen

  1. Kommentar von Atari
    21. November 2006, 21:29 Uhr

    Ich hab heute mal ein paar Stimmen von studiVZ-Mitgliedern zu hören bekommen. Die sehen das alles nicht so wild, schließlich ist man da ja angemeldet um sich zu präsentieren. Und im “http://www.studivz.net/blog/” steht doch auch, dass die privaten Ordner sicherer geschützt sind als Konten mit PIN/TAN… ;-)

  2. Kommentar von Oliver
    23. November 2006, 19:33 Uhr

    StudiVZ ist wohl das letzte Web 2.0 Projekt bei dem ich mich anmelden würde … :-)

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