StudiVZ reagiert: Ehssan Dariani entschuldigt sich

Matias Roskos
15. November 2006, 14:09 Uhr, 2 Reaktionen
Kategorie: Web 2.0

Schade, dass die Entschuldigung erst jetzt kommt. Da hat jemand lange gebraucht, darüber nachzudenken. Aber immerhin. Ehssan Dariani hat die letzten zehn Tage viel abbekommen an (berechtigter) Kritik. Nun sagt er auf dem StudiVZ-Blog: “Zugleich habe ich zweifelsohne viel Mist gebaut. Einige Aktionen und Verhaltensweisen von mir waren nicht in Ordnung und falsch. Dafür stehe ich ein und übernehme die volle Verantwortung.
Konkret: Die Party-Einladung in Anspielung auf den Völkischen Beobachter war ein Fehler. Dafür und für die daraus entstandenen Missverständnisse möchte ich mich aufrichtig entschuldigen.
Weiterhin war der Umgang mit manchen Bloggern, Partnern, dem Journalisten Peter Turi und einigen Videos völlig unangemessen und unprofessionell. Auch in dieser Sache möchte ich mich für die entstanden Irritationen ehrlich entschuldigen.
Die letzten Wochen waren für mich von einem Hagel an Kritiken geprägt, wie es kritische Blogger treffend beschrieben haben. Daraus konnte ich viel lernen und ziehe die Konsequenzen. Im Interesse von studiVZ und den 50 Arbeitsplätzen versuche ich in Zukunft den Ansprüchen an meine Position besser gerecht zu werden.

Ja, das wäre für ein solches Projekt sehr wichtig, dass der (nach außen hin) führende Kopf zeigt, das er dieser Aufgabe auch gewachsen ist. Bisher hatte ich diesen Eindruck eher nicht.

StudiVZ wagt damit einen Schritt hin zu mehr Offenheit. Ich hoffe, dass das nicht nur Schauspielerei ist, sondern man sich wirklich Gedanken gemacht hat. Und dass endlich die unangenehme und großkotzige Art einer Macher auch endlich aufhört. Respekt kann man nur bekommen, wenn man anderen auch Respekt entgegen bringt.

Mehr über die Vorgeschichte erfahrt in diesem VisualBlog-Eintrag.

Nachtrag: Hätten StudiVZ und vor allem Ehssan Dariani sofort, offen und ehrlich reagiert (anstatt sich zu verstecken) und die Blogosphäre vielleicht auch ein wenig ernster genommen, wäre es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zu einem solchen Artikel auf Spiegel Online gekommen, wie heute erschienen.

Die WAMS hatte die StudiVZ-Peinlichkeiten übrigens schon am Sonntag drin

Eine wunderbare Spendenaktion für Ehssan Dariani hat Spreeblick ins Leben gerufen. Wie genial ist das denn!? Unter anderem heißt es dort: “Helft dem Jungen! Spendet, was ihr habt, schickt, was ihm fehlt. Als da wären: 1. Gute Ideen… 2. Humor… 3. Stil… 4. Musikgeschmack… 5. Eine schnellere PR-Abteilung… 6. Einen neuen Fotografen… Also: Bitte helft dem jungen Mann. Damit er in Zukunft ein wirklich wertvoller Bestandteil der Gesellschaft werden mag, vielleicht sogar echte Freunde, unter Umständen sogar eine nette Freundin findet und ganz eventuell sogar… erwachsen wird.

Dankeschön!” Genial der Vergleich der Pressefotos der Alando-Gründer mit den StudiVZ-Gründern. Herrlich! Ich hab Tränen gelacht.

” Genial der Vergleich der Pressefotos der Alando-Gründer mit den StudiVZ-Gründern. Herrlich! Ich hab Tränen gelacht.


Über den Autor

Matias Roskos
2708 Beiträge

Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er noch Inhaber von Deutschlands erster Community- und Crowdsourcing-Agentur VOdA. Als Crowdsourcing-Evangelist beschäftigt er sich als Redner und Autor mit dem Thema Open Innovation, Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien. Er schreibt für diverse andere Webprojekte und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de

2 Reaktionen

  1. Trackback von Kasi-Blog
    15. November 2006, 16:30 Uhr

    StudiVZ Encyclopedia – the most complete summary (until now)…

    This is a summary of articles and blogs related to StudiVZ. Previously I have written various articles on StudiVZ on the following topics: StudiVZ and TakingITGlobal.org, Facebook, Unister and StudiVZ, 100 blonde friends on StudiVZ, StudiVZ and Penne…

  2. [...] Ehssan Dariani has apologized for his various mistakes (see below and at the StudiVZ blgo here and here, which immediately stirred a whole load of reactions and also led to the search for his private pictures on the Internet (see VisualBlog, BlogNRoll, Jörg-Olaf Schäfers, Blogdoch (I), Blogdoch (II)). [...]

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