Am zweiten Tag der Pictoplasma-Konferenz hatte ich leider nur Zeit mir die Nachmittags-Session von 16-19 Uhr anzuschauen. Dadurch verpasste ich Rob Reger, was mir sehr Leid tut, weil ich es überaus interessant finde, wie er aus einem Klamottenlabel heraus einen Character entwickelt und zu einem grandiosen Erfolg geführt hat. “Emily the Strange” hätte mich schon sehr interessiert.
Aber pünktlich zum Vortrag von Pete Fowler war ich dann dort. Ohne Frage gehört der Mann von der Insel zu den absoluten Stars der Character-Design-Szene, vor allem wenn es um die konsequente Umsetzung der Ideen in Vinyl-Toys geht. Er hat sogar seine eigene Firma gegründet, um seine Monsterism-Island-Welt zu vermarkten. Glückwunsch. Der Vortrag hielt alles, was ich erhofft hatte. Man sah ein bischen was von seiner Arbeit. Und man bekam Information, womit der Mann seine Brötchen verdient und was er mit Monsterism noch so vorhat. Witzig fand ich die Antwort auf die Frage, wo denn genau Monsterism-Island liegt: “On earth! Nobody can’t find it, but its here on earth.”
Nach Pete Fowler war dann Mehdi Hercberg mit seinem Shoboshobo-Projekt dran. Ich muss zugeben, ich hatte erst ein bissel Angst vor diesem “Krachmacher”. Aber es war dann alles halb so schlimm. Und das nicht nur, weil Mehdi so wunderbar aufgeregt und nervös war. Noch mehr als Aki am Tag zuvor.
Der Mann macht wirklich interessante Projekte, die meist mit interaktiven musikalischen und grafischen Elementen durchsetzt sind. Wie soll man Shoboshobo erklären? Geht fast nicht. Ich versuche es auch erst gar nicht. Auf jeden Fall ein Mann mit enorm viel Kreativität, Energie und interessanten Ideen. Und mit Shoboshobo ein wirklich großartiges Art-Projekt.
Danach kamen dann Friends with you, auf die ich gespannt wie ein Flitzebogen war. Zuerst wurde es saulaut. Und ein bissel nervi. Teilweise war es witzig, meistens für meinen Geschmack aber nicht wirklich großartig. Klar – die Jungs machen coole Aktionen. So erzählten sie unter anderem von ihrem gewaltigen Lampion-Umzug am Strand von Miami im kommenden Dezember. Das könnte wirklich eine großartige Sache werden, so groß wie die Modelle wirkten. Insgesamt fand ich den Vortrag aber weniger inspirierend wie z.B. Shoboshobo. Schade.
Draußen vor dem Festsaal ist die kreative Atmosphäre fast mit den Händen greifbar. Eine tolle Stimmung, viele gut gelaunte, kreative Leute – die Pictoplasma ist ein einzigartiges Event hier in Berlin.












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