Ich war heute Vormittag im Pictoplasma-Office und hab mich mit Lars vom Pictoplasma-Team getroffen, um nochmal ein paar Gedanken nach der Konferenz einzusammeln.
Ich hatte ja schon betont, dass aus meiner Sicht die Pictoplasma ein voller Erfolg war. Es freute mich heute zu hören, dass auch die Pictoplasma-Crew es so sieht. Lars meinte, dass die Konferenz deutlich besser war als noch die erste vor zwei Jahren. Das wiederum setzt die Maßstäbe für eine dritte Konferenz erneut höher. Was soll nun noch kommen, fragen sich Peter und Lars. Sie wollen einfach nicht, dass es alle zwei Jahre die gleiche Konferenz gibt. Pictoplasma soll sich entwickeln, immer besser werden. Ein lobenswerter Ansatz. Und ich hätte da auch ein paar Ideen… :)
Gerade das Spiel mit den zum Leben erwachten Charakteren lässt so viel Spielraum, dass mir um ein erweitertes Konzept keine Bange ist. Ich bin sicher, wir werden in zwei Jahren eine ganz neue, spektakuläre Pictoplasma erleben. Das Thema Character-Design ist eines DER Themen im Bereich Grafikdesign. Und vor allem auch die Werbe- und Marketing-Industrie interessiert sich immer mehr für dieses Genre. Da ist noch enormes Potential um Künstlern und Interessierten eine Plattform zu bieten.
Natürlich lief nicht alles rund bei einer so gewaltigen, dreitägigen Konferenz. Die Podiumsdiskussionen müssen sicherlich überdacht werden. Beim Maskenworkshop gilt es beim nächsten Mal wieder gezielter bekannte Artists einzubinden. Vor zwei Jahren hatte sich Rilla von den Rinzen intensiv um diesen Nebenschauplatz gekümmert. Ein solches Aushängeschild fehlte dieses mal. Aber das sind nur Randnotizen, die nicht wirklich schlimm waren. Es gibt immer Punkte, die im Nachhinein betrachtet besser hätten laufen können. Aber aufs große Ganze kommts an.
Als persönliches Highlight empfand Lars die Vorträge von Tim Biskup und Ian Stevenson. Gerade beim Vortrag von Tim Biskup ging es mir ganz genauso. Er ließ die Leute ganz nah an sein Seelenleben heran – das war ungemein inspirierend und berührte wohl jeden der im Saal war.
Extrem zufrieden können die Macher mit der Wahl der Location sein. Das Haus der Berliner Festspiele erwies sich auch aus meiner Sicht als nahezu ideal für die 600 bis 900 Gäste, die permanent auf der Konferenz anwesend waren. Man stand sich nicht auf den Füßen, aber es wirkte auch nie leer oder unpersönlich. Insgesamt wurden etwa 550 Tickets unter die Leute gebracht. Der Rest waren fleißige Helfer wie ich. Von den Gästen kamen “nur” 20% aus Deutschland. Fast 10% kamen zum Beispiel aus Nordamerika. Viel vertreten waren auch Skandinavier, Briten und Spanier. Insgesamt ein wunderbar bunter Haufen. Die ganze Welt kam nach Berlin, und die Berliner Presse hat es leider kaum mitbekommen.
Wie es nun ganz konkret weitergeht, darauf hat Lars zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Antwort. Zu müde sind die Macher nach einer solchen Veranstaltung. Aber man spürt schon im Gespräch, dass es im Kopf wieder anfängt zu rattern und neue Ideen entstehen. Jetzt muss erstmal das aktuelle Pictoplasma-Buch “Pictoplasma – The Character Encyclopaedia“ unter die Leute gebracht werden, dass ich hier jedem ans Herz legen möchte. Ein wunderbarer Einblick in den aktuellen Stand des Character-Design mit vielen wunderbaren Charakteren darin. Voll mit gutem Stuff von den besten Illustratoren und Kreativen weltweit, aber auch von vielen noch unentdeckten Talenten.
Die Pictoplasma 2006 liegt hinter uns. Und sie war einfach großartig! Inspirierend, gut organisiert, der perfekte Treffpunkt um andere Kreative zu treffen und ganz nah an wirklich namhaften Artists dran zu sein. Man darf jetzt schon anfangen sich auf die Pictoplasma 2008 zu freuen.









Eine Reaktion
12. April 2011, 08:58 Uhr
[...] bin der Pictoplasma seit Jahren eng verbunden. Weil sie 2006 meinen Lieblingskünstler nach Berlin holte. Und ich es mir nicht nehmen ließ, den [...]