Interview mit Lars Hinrichs zum Namenswechsel von openBC zu Xing

Matias Roskos
23. Oktober 2006, 13:28 Uhr, 0 Reaktionen
Kategorie: Web 2.0

Auf Spiegel-Online gibt es jetzt ein interessantes Interview mit openBC-Gründer Lars Hinrichs, in dem er über den Namenswechsel zu Xing und die weitere strategische Ausrichtung von Xing spricht.

Unter anderem sagt er folgendes: “Auch wenn der Name chinesisch klingt – er ist keine Ausrichtung nach China. Die wichtigsten Märkte sind Europa und der englischsprachige Raum, weil wir hier letztlich unser Geld verdienen. Der asiatische Markt ist langfristig bedeutend. Ich glaube auch nicht, dass wir uns durch den neuen Namen abwenden. Wären wir vor drei Jahren mit dem Namen Xing gestartet, wären wir heute genau da, wo wir jetzt sind. Open BC ist eben eine eingeführte Marke, die wir jetzt transponieren.” Genau darin liegt doch das Problem: dass OpenBC eine eingeführte Marke ist, die man nun plötzlich ändert. Aber wie schon mehrmals gesagt: ich kann die Entscheidung verstehen.

Desweiteren sagt Lars Hinrichs: “Die Änderung des Designs und des Namens bedeuten keine Hinwendung zu einer allgemeinen Community, sondern der Fokus ist und bleibt ganz klar Business weltweit. An dem Konzept für Open BC ändert sich nichts. Es gibt aber durchaus User, die im Berufsleben stehen, sich jedoch nicht in einem Business Club sehen. Das sind zum Beispiel Forscher, Wissenschaftler oder generell Akademiker. Also nicht nur Studenten, sondern Menschen, die in der Wissenschaft berufstätig sind. Für uns ist das ein sehr großer und interessanter Markt, den wir erreichen wollen.” Diese strategische Zielsetzung gefällt mir. Bedeutet sie doch, dass weiterhin großer Wert auf Qualität gesetzt wird und man nicht ein vollgemülltes Social-Network für Kids werden möchte.

Außerdem spricht Lars Hinrichs doch wieder über China, auch wenn er oben ja betont, dass Europa und Amerika die Hauptmärkte sein sollen. Er möchte über Xing Kontakte zwischen Europa und China ermöglichen. Ein weiterer Ansatz, den ich für sinnvoll und gut halte. Insgesamt stimmt die Ausrichtung. Man sollte bei Xing nur aufpassen, dass man die deutschen Stammuser nicht verliert. Denn sie waren einst die Basis.

Darauf aufmerksam geworden via Hannes Treichl’s ANDERS|denken Blog.


Über den Autor

Matias Roskos
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Matias Roskos ist der Gründer des VisualBlog. Neben seiner Tätigkeit als Blogger ist er noch Inhaber von Deutschlands erster Community- und Crowdsourcing-Agentur VOdA. Als Crowdsourcing-Evangelist beschäftigt er sich als Redner und Autor mit dem Thema Open Innovation, Crowdsourcing und Socialnetworkstrategien. Er schreibt für diverse andere Webprojekte und betreibt das Fachblog Socialnetworkstrategien.de

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