Alexander Neuhausen hat für die Intershop Open 2006 eine Präsentation zum Thema Web 2.0 und Social Commerce erstellt, die ich hier weiterempfehlen möchte. Darauf aufmerksam wurde ich im Exciting Commerce Blog.
Und wieder lautet die entscheidende Frage in seinem Vortrag: Und wo bleibt der Umsatz?
Richtige Frage. Denn es nutzt ja alles nichts. Es entstehen Kosten im Netz. Menschen – so wie wir an unserem Portal VisualOrgasm oder hier mit unserem VisualBlog – arbeiten im Netz und erstellen und pflegen die einzelnen Portale, kümmern sich um die Communities, überwachen die Foren, damit sie sauber von Spam bleiben und entwickeln neue Konzepte und Ideen. Und diese Menschen würden auch gern bezahlt werden.
Und wie lautet die Antwort von Alexander Neuhausen:
Kommerzialisierung von Web 2.0?
- Ja, dieser Schritt wird und muss folgen.
- Menschen wollen ihren Bedürfnissen nachgehen.
- Sie sind auch weiterhin bereit Geld auszugeben.
Aber
- Sie wollen Aufmerksamkeit und sich mitteilen.
Und weiter ist zu lesen:
Die “neuen” Geschäftsmodelle
- Nutzerbeteiligung!!!
- Mass customization
- Online communities + commerce
- Nutzer werden Partner
- Getting Real, stay lean
- Advertising (Banner Ads, Contextual Ads, Affiliate Networks, Sponsorship)
- Bezahldienste (Freemium-Dienste, Subscription fee, One-time License/fee, revenue share)
- “The Long Tail”
- Onlineshops können Millionen von Nischenprodukten anbieten, die zusammengenommen mehr Umsatz generierten als der Kopf mit den Bestsellern.
- Lifestyle und Viral Marketing wird möglich.
Natürlich fehlt mir hier Crowdsourcing. Aber ich denke, in dem er den Wert von funktionierenden Communities so hervorhebt, gehen die Gedankengänge absolut in die richtige Richtung. Aber ich persönlich bin davon überzeugt, dass auch Crowdsourcing EIN Geschäftsmodell ist und sein wird.
Klar wird in seinem Vortrag, dass die User selbst mitbestimmen, welche Portale, Seiten, Shops erfolgreich sind. Sie wollen und müssen einbezogen werden und die Seiten, Shops, Portale selbst mit füllen durch eigene Beiträge, Bewertungen, Kommentare oder sogar eigene Mini-Shops.
Hier noch das Fazit des Vortrages (den ich auch gern gehört hätte):
Ein ganz persönliches Fazit Unternehmen müssen:
- Den Nutzern zuhören und vertrauen.
- Offen und transparent sein.
- Barrieren abbauen.
- Teil ihrer Community werden.
Aber!
- Die Nutzer werden nicht ewig warten.
Nur wer seinen Kunden vertraut, kann auch das Vertrauen der Kunden gewinnen.
Bravo! Besser kann man es kaum sagen. Schön, dass sich diese Gedanken auch hier in Deutschland im Netz immer mehr durchsetzen. Der Gewinner sind wir alle: die User, weil sie sich IHR Netz erobern und mitgestalten. Die Portale und ihre Betreiber (wie wir), weil der Wert ihrer Plattformen und die viele Arbeit, darin investiert wurde immer mehr steigen und sich neue Türen öffnen, um damit endlich auch Geld zu verdienen (hat einer ne Idee, wie wir mit VisualOrgasm Geld verdienen können? Bitte melden: matias at visualorgasm.de) und die Firmen, weil sie zufriedenere Kunden bekommen und besser mit den sogenannten Endverbrauchern kommunizieren können. Ist doch toll, wenn man als Produzent oder Vermarkter sich noch viel besser auf seine Kunden einstellen kann!

















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