Wer es nicht gelesen haben sollte, der Spiegel widmet sich in seiner aktuellen Ausgabe über drei Seiten dem Thema Web 2.0 unter der Überschrift “Was du machst, ist ganz egal”.
Erwähnt werden Projekte wie StudiVZ, MyVideo, OpenBC und Bym. (Ob Bym da reinpasst, weiß ich nicht so recht. Aber warum nicht. Wenn die Zeitschrift eingestellt werden musste, sollen die Online-Redakteure wenigstens noch eine Chance bekommen.)
Stark eingegangen wird unter anderem auf die Perspektiven der Verschmelzung der Inhalte von Fernsehen und Internet. Ein sehr guter und richtiger Ansatz, wie ich finde.
Unter anderem schreibt der Spiegel: “Den Fernsehmachern gibt das Web 2.0 vor allem wegen der jüngsten Begeisterung für Video-Clips im Internet zu denken. … Der Zuschauer, der nicht mehr nur in den Werbepausen wegzappt, sondern sich seine Pleiten-Pech-und-Pannen-Show im Internet zusammenstellt, avanciert damit zum neusten Alptraumgeschöpf der TV-Verantwortlichen. Um den Anschluss an ihre Lieblingszielgruppe nicht völlig zu verpassen, folgen ihr die Sender ins Internet.”
Über die Umsatz-Möglichkeiten der Web 2.0 Projekte schreibt der Spiegel: “Neben dem Vertrauen auf eine Nutzerschaft, die sich ihre Inhalte selbst schafft, eint die Web 2.0-Entrepreneure der Glaube an eine Werbewelt der Zukunft, in der Markenartikler in den Internet-Communities maßgeschneiderte Zielgruppen für ihre Produkte vorfinden.”
Sehr gut erkannt! Ein dickes Lob an den Spiegel.
Gewarnt wird vor den Unsicherheiten, die User generated content bietet. Vor allem Video- und Foto-Communities können schnell ein Schmuddel-Image bekommen. Im Spiegel heißt es dazu: “‘Mit fragwürdigen Inhalten wollen Werbekunden nicht assoziiert werden, deswegen zögern sie, mit ihren Marken in Internet-Communities einzusteigen”, warnt Benjamin Lehmann, Analyst beim Londoner Marktforscher Jupiter Research. Er sieht daher in den Video-Communities bislang noch kein Geschäftsmodell, das sich bewiesen hätte.”
Da muss ich Benjamin Lehmann aus meiner Sicht erstmal Recht geben. Aber gerade diese Anarchie ist ja ein Erfolgsfaktor von Youtube, Flickr und den anderen.
Aber ich denke auch, dass gut geführte Portale, die Wert auf Qualität setzen, in der Zukunft einen festen Platz neben den Millionen-User-Anarchie-Portalen haben werden.

Das nur einige Auszüge und Gedankengänge aus dem Artikel, bei dem man noch deutlich merkt, das auch dem Spiegel das Thema Web 2.0 nicht so ganz geheuer ist. Aber man gibt sich Mühe und zeigt etliche korrekte Perspektiven des neuen Internets auf und geht auf die Gefahren für die klassischen Medien wie Zeitungen, Zeitschriften und TV ein.
Ich hatte die Artikel für alle Interessierten mal eingescannt. Aber da mir die Rechtslage da nicht wirklich klar ist, habe ich die Scans lieber wieder gelöscht.
Also: ab zum Zeitungskiosk und den aktuellen Spiegel kaufen!
Nachtrag: Habe gerade in der Spiegel-Redaktion angerufen. Es ist (leider aber verständlicherweise) nicht erlaubt Scans von dem Artikel ins Netz zu stellen. Kann ich nachvollziehen.






5 Reaktionen
28. September 2006, 12:55 Uhr
[...] VisualBlog: Wer es nicht gelesen haben sollte, der Spiegel widmet sich in seiner aktuellen Ausgabe über drei Seiten dem Thema Web 2.0 unter der Überschrift “Was du machst, ist ganz egal”. Erwähnt werden Projekte wie StudiVZ, MyVideo, OpenBC und Bym. (Ob Bym da reinpasst, weiß ich nicht so recht. Aber warum nicht. Wenn die Zeitschrift eingestellt werden musste, sollen die Online-Redakteure wenigstens noch eine Chance bekommen.) [...]
28. September 2006, 13:30 Uhr
Ich denke auch, dass die beim Spiegel bestimmt nichts dagegen haben, dass Du ihre Artikel klaust. ;-)
Meinst Du das ernst?
28. September 2006, 14:05 Uhr
Uiui, drei Seiten einscannen – das ist nicht die feine Art. Das muss sich kein Rechteinhaber oder Urheber gefallen lassen. Da könntest Du richtig Ärger bekommen.
Ich sah den Artikel übrigens nicht so positiv und habe nur Ausschnitte gescreenshotet (ich lese den “Spiegel” sonntags als PDF online).
Hier: http://turi-2.blog.de/2006/09/24/spiegel2~1155647
28. September 2006, 14:19 Uhr
Vielleicht habt ihr Recht. Ich kenne die genaue Gesetzeslage nicht. Darum hab ich die Scans auch gleich wieder offline genommen. Muss man halt zum Kiosk.
@Peter Turi
Ich war angenehm überrascht vom Spiegelartikel. Sooo schlimm fand ich ihn nicht. Auch wenn sie ganz deutlich noch nicht wissen, was sie von dem Ganzen halten sollen. Aber sie geben sich Mühe Web 2.0 zu verstehen. Und das ist doch schon mal ein guter Ansatz!
29. September 2006, 04:11 Uhr
ANDERS|denken Blitze (Woche 40)…
Weils manchmal etwas schneller gehen muss … 11x ANDERS|denken im Schnelldurchlauf.
Mensa-Speiseplan per Handy
Die Mensa der TU-Dresden bietet einen ganz besonderen Service: Die Studierenden können sich den Speiseplan kostenlos auf ihr Handy lad…