Meine Frau hat einen Spielwarenladen in Berlin-Friedrichshain, den Zwergen-Saloon. Holzspielzeug, Verkleidungen, Holzschwerter, Haba-Spiele, Baby-Greiflinge, Babybodys, Tierfiguren, Ritter, Holzschiffe, Buddelsachen, Kirschkernkissen & Dinkelkissen, Holzpuzzle, Knobelspiele, Puppenstubenzubehör und vieles vieles mehr. Seit fünf Jahren stocken wir gemeinsam das Sortiment immer weiter auf. Eine ganz wichtige Inspirationsquelle und Kontaktbörse ist dabei für uns nicht das Internet, sondern die Spielwarenmesse in Nürnberg.
Dieses Jahr waren wir zum fünften Mal dort. Drei Tage hatten wir eingeplant. Und die brauchten wir auch dringend, um alle Termine zu schaffen und alles zu sehen, was wir sehen wollten. Unser Sohn musste in der Zeit in den messeeigenen Hort. Kinder und Jugendliche haben keinen Zutritt zur Spielwarenmesse.
Warum wir jedes Jahr zur Messe fahren, obwohl das eine Stange Geld kostet und nicht auf das Internet setzen, ist leicht erklärt.
Spielzeug muss man anfassen! Kinder sind eine sehr emotionale Geschichte. Auch für uns. Darum wollen wir die Sachen, die wir verkaufen wollen, auch live sehen. Und vor allem neue Firmen mit ihrem Sortiment wollen wir im echten Leben kennen lernen. Wir wollen das Puppentheater anschauen, zusammenbauen und mit dem Hersteller über die Vorteile reden. Wir wollen die neuen Tier- und Ritterfiguren in Händen halten und begutachten, ob wir denken sie verkaufen zu können. Wir wollen die Musikinstrumente ausprobieren und dabei ein Gefühl bekommen, ob wir denken, dass unsere Kundinnen und Kunden sie mögen werden.
Und wir möchten auch gern mit den Menschen sprechen, die hinter den Produkten stehen. Es gibt einige Firmen, die wir schon seit längerem führen und deren Produkte sich nicht wie geschnitten Brot verkaufen. Aber wir haben sie kennen und schätzen gelernt. Wir wissen, dass ihre Sachen zu 100% in Deutschland gefertigt werden, was uns sehr wichtig ist. Dass viel Herzblut in den Projekten steckt. Dass Hoffnungen und Träume damit verbunden sind. Und darum bieten wir ihre Produkte sehr gern im Zwergen-Saloon an, auch wenn sie umsatztechnisch vielleicht nicht der Bringer sind. Sie sind uns dennoch enorm wichtig. Es geht uns nicht allein um den schnellen Abverkauf. Übrigens können auch Produkte aus China von guter Qualität sein. Und man kommt an China nicht vorbei, wenn man Spielzeug verkauft. Aber man kann Alternativen suchen. Dafür muss man aber tatsächlich die Augen aufhalten.
Wir wollen Spaß haben bei dem, was wir tun. Und dazu gehören auch Produkte und Menschen, die uns sympathisch sind. Die eine Geschichte haben. Die inspirieren. Uns und andere. Hier ein paar Impressionen von der Spielwarenmesse.
Nicht alles, was ich fotografiert habe, wird auch ins Sortiment des Zwergen-Saloon in Berlin-Friedrichshain aufgenommen. Doch vieles davon! (Ich weiß: Fotografieren ist auf der Messe an sich verboten. Aber ich habe an allen Ständen vorher gefragt, ob es okay ist zu fotografieren. Und alle waren gern einverstanden und waren froh, dass ich für sie und die ganze Branche Werbung mache.)
Die ganze Stadt ist geschmückt zur Spielwarenmesse.

Handarbeit aus Österreich. Holzkreisel, die wir auf der Messe entdeckten und im Internet vermutlich nie gefunden hätten. So konnten wir sofort bestellen und bald sind sie da.

Die neuen, farbigen Bausteine aus Stein von Anker. Ich bin gespannt, ob sie von den Kunden mittelfristig angenommen werden.

100% Handarbeit aus Deutschland. Wie ich sowas liebe! Haben wir eingekauft für den Laden. :)





































